Uckermark Kirchen von A - Z

Michaelkirche in Hindenburg

Offene Kirche: Adressen und Öffnungszeiten beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg

Die Kirche Hindenburg gehört zum Pfarramt Hammelspring im Kirchenkreis Oberes Havelland.

Hindenburg (Ortsteil der Stadt Templin) auf der kommunalen Home der: Stadt Templin

Hindenburg auf der: Google Maps Satellitenkarte

Information zur evangelischen Kirche in Hindenburg

Die Hindenburger Dorfkirche ist eine der vielen kleinen uckermärkischen Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert. Im Mauerwerk kann man noch gut erkennen, wo in vergangenen Zeiten Türen und Fenster gewesen sind. Auch der mit Brettern verschalte Turm zeigt eine lange Baugeschichte, immer wieder waren Reparaturen notwendig. Sein schiefergedecktes pyramidenförmige Dach trägt eine Kugel und eine Wetterfahnen mit der Jahreszahl 1706.

Über der kleinen Eingangstür ist als Rest einer alten Dachrinne ein Wasserspeier in Gestalt eines Drachenkopfes erhalten. Im Turm hängt eine alte Bronzeglocke aus dem Jahr 1535, die ursprünglich zu einem dreistimmigen Geläut gehörte. Der verputzte Chor ist schmaler als das übrige Kirchenschiff. Die Jahreszahl 1768, die vor einiger Zeit noch auf der Ostseite zu sehen war, lässt auf größere Instandsetzungsarbeiten in der Mitte des 18. Jahrhunderts schließen.

Ebenso wurden 1900, 1903 und 1907 Bauarbeiten an der Kirche ausgeführt. Nach dem zweiten Weltkrieg waren umfangreiche Reparaturen am Kirchturm notwendig und 1964 beschädigte ein Blitzschlag das Turmdach. In den 1990iger Jahren mußten etliche Balken im Turm und im Dachstuhl über dem Kirchenschiff ausgewechselt bzw. saniert werden. Bei dieser Gelegenheit wurden das Dach neu gedeckt und kleinere Reparaturen vorgenommen. Eine Neueindeckung der Turmspitze steht noch aus.

Früher führte vom Turm aus ein hoher spitzbogener Eingang in den Kirchenraum, der später zugemauert wurde. Heute gelang man durch die kleine Eingangstür an der Südseite in die Kirche. Vor allem fallen die vollständige Innenbemalung besonders der Balkendecke aus der Zeit um 1900 und die sehr einheitlich wirkende Ausstattung ins Auge.

Der Altaraufsatz im Chorraum stammt aus dem Jahr 1684. Auch die Kanzel und die Taufe sind etwa in dieser Zeit entstanden. Links neben dem Altar ist eine Sakramentsnische mit einer hölzernen und dahinter einer eisernen Tür in die Wand eingelassen.

Das an der Nordwand angebrachte Epitaph aus dem Jahr 1704 ist eine Gedenktafel für den Kirchenvorsteher Joachim Duncko, der 40 Jahre lang seines Amte war. Die Orgel, erbaut 1890 von Albert Kienscherf aus Eberswalde, ist zwar reparaturbedürftig, aber spielbar. Der Blasebalg muss wie in alten Zeiten mit der Hand betrieben werden.

1963 wurde dien Winterkirche unter der Empore eingerichtet. Zunächst war sie als Unterrichtsraum gedacht, da der Religions- bzw. Christenlehreunterricht an der Schule in Hammelspring unmöglich geworden war und damals immerhin 25 Kinder aus Hindenburg zum Unterricht kamen. Heute dient sie der kleinen Gemeinde als Versammlungs- und Gottesdienstraum.

Trotz der umfangreichen Bau- und Sanierungsarbeiten in den vergangenen Jahren bleibt einiges zu tun. Wir hoffen, in absehbarer Zeit den Innenraum unserer Kirche soweit renovieren lassen zu können, dass die großen Wandflächen wieder weiß sind und die Kirche einen freundlichen und einladenderen Eindruck machen kann. Doch schon jetzt gehört die Hindenburger Kirche sicher zu den schönsten und interessantesten Dorfkirchen der Uckermark. Quellenangabe: Informationsflyer "Die Hindenburger Dorfkirche" vom Pfarramt Hammelspring.

Weitere Informationen zur Kirche Hindenburg siehe unter:
- Askanier-Welten / Mittelalterliche Dorfkirchen in der Mark Brandenburg Hindenburg

► zur Fotoseite | ▲ nach oben

W3C valides: XHTML 1.0 Strict + CSS 2.1