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Dorfkirche in Hammelspring

Offene Kirche: Adressen und Öffnungszeiten beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg

Die Kirche Hammelspring gehört zum Pfarramt Hammelspring im Kirchenkreis Oberes Havelland.

Hammelspring (Ortsteil der Stadt Templin) auf der kommunalen Home der: Stadt Templin

Hammelspring auf der: Google Maps Satellitenkarte

Information zur evangelischen Kirche in Hammelspring

Die Kirche befindet sich an der Dorfstraße, in der Mitte des Dorfes, umgeben vom Friedhof und vom Kriegerdenkmal. Die erste Kirche brannte 1810 vollständig ab. Unter Verwendung von Resten des Feldsteinmauerwerkes wurde die Kirche 1820 wieder aufgerichtet. Der Ziegelsteinbau im neugotischen Stil ist mit einer Grundfläche von etwa 30 x 10 m für eine Dorfkirche recht groß und zeugt ebenso wie der hohe, spitz zulaufende Kirchturm vom Selbstbewustsein der Gemeinde.

In den Jahren 1898/99 (nach einem Turmbrand 1896) erfolgte der Neuaufbau des Turmes. Mehrere Um- und Ausbauten wurden in der Folgezeit vorgenommen. An der Ostseite der Kirche befindet sich ein Sakristeianbau, durch den man über eine Treppe auf die Kanzel gelangt. 1905 wurde an der Nordseite eine Vorhalle angebaut. Durch die Tür in dem kleinen Seitentürmchen rechts neben dem Haupteingang gelangt man in den Kirchturm.

Ein schwerer Sturmschaden 1988, (weitere Sturmschäden 1992/93) und die nicht sofort erfolgten Reparaturen, machten eine vollständige Neueindeckung des Schieferdaches notwendig, die im Sommer 1993 erfolgte. Ebenfalls wurde das verwitterte Ziffernblatt der Turmuhr nach historischem Vorbild erneuert. Die Turmuhr läuft heute noch mit ihrem alten mechanischen Uhrwerk und muss einmal in der Woche mit einer Kurbel aufgezogen werden.

Während der Bauarbeiten 1993 wurde die Kugel von der Kirchturmspitze abgenommen und geöffnet. In ihrem Innern fanden sich außer Münzen und Medaillen auch zwei Zeitungen aus dem Jahr 1898, sowie ein Bericht des damaligen Pfarrers Schiebeck über den Kirchenneubau in Hammelspring. Nach ihrer Instandsetzung wurde die Kugel, versehen mit Zeugnissen aus unserer Zeit wieder auf der Kirchturmspitze montiert. Die Neukrönung der Kirche fand am 7. Juli 1993 statt.

Beim Betreten der Kirche fallen zunächst die ornamentale Bemalung des Innenraumes aus dem Jahre 1907, vor allem der Decke auf. Die Deckenbemalung ist 1995 zum größten Teil restauriert worden. Im Inneren teilen acht schlanke Holzsäulen die Kirche in drei Schiffe. Kanzel, Altar und Gestühl sowie die weitere Inneneinrichtung stammen aus der Zeit um 1900. Die Fenster sind mit bunter Bleiverglasung versehen.

Die Hollenbach-Orgel von 1885, schon seit längerer Zeit mit einem Elektromotor betrieben, wurde vor kurzem vom Orgelbauer T. Schramm aus Thomsdorf gereinigt und repariert. Sie ist nach längerer Zeit nun wieder spielbar. Zu festlichen Anlässen werden die Kerzen des Kronleuchters angezündet. Ein zweiter, kleinerer Kronleuchter, der über dem Mittelgang hing, ist in den Wirren des Kriegsendes verlorengegangen.

Von den einstmals drei Bronzeglocken hängt heute noch eine. Die beiden größeren Glocken mussten während des zweiten Weltkrieges zur Metallgewinnung für die Waffenproduktion abgegeben werden. Nach dem Krieg wurden sie durch Stahlgussglocken ersetzt, so dass die Kirche heute wieder über ein dreistimmiges Geläut verfügt. Quellenangabe: Informationsflyer "Die Hammelspringer Dorfkirche" vom Pfarramt Hammelspring. Quellenangabe: Informationsflyer "Dorflehrpfad Hammelspring" (1995) vom Fremdenverkehrsverein Templin.

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