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Information zur wüsten Kirche Castavel (Kastaven) bei Sähle

In einem Waldgebiet bei Sähle in Richtung Großer Kastavensee, befindet sich in etwa 500 Meter Entfernung, die Wüstung Kastaven. Von der einstigen Besiedlung aus dem Mittelalter sind noch Reste von einstigem Friedhof mit Feldsteinkirche zu finden. 1299 erfolgte die erste urkundlich Erwähnung von Castavel beim Besitzübergang an das Kloster Himmelpfort. Urkundlich im Zusammenhang mit einem Kirchenstreit wird Castavel als filia (Tochter) der Lychener Kirche erwähnt. Die Zerstörung des Ortes und der Kirche geschah um 1440 in der sogenannten "Quitzowzeit" (kriegerische Fehde zwischen Brandenburg und Mecklenburg). Das Dorf war wie auch der Ort Retzow Ziel häufiger Plünderungen, die warscheinlich zum Untergang des Ortes führten.

Ein Heide-Vorwerk wird 1712 erwähnt und 1727 ein Teerofen angelegt. Die erstmalige Erwähnung von Sähle erfolgte 1765 in einem Lychener Kirchenbuch. 1866 erfolgte der Abriss des Vorwerkes Castaven und die Aufforstung. Seit der ersten Erwähnung im Kirchenbuch bis 1836 wurden alle Pfarrer aus Rutenberg auf dem Waldfriedhof beigesetzt. Die warscheinlich letzte Bestattung fand im Jahre 1880 statt.

Der Friedhof ist durch eine Feldsteinmauer eingefriedet und hat zwei Eingänge. Der Eingang im Westen ist spitzbogig mit einem erkennbaren Anschlag für einen Torflügel. Dieser wird als sichtbarer Portalrest der "Wüsten Kirche von Castavel" (Westportal) angesehen.

Quellenangabe: Informationstafel an der wüsten Kirche Castavel/Sähle.

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