Offene Kirche: Adressen und Öffnungszeiten beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg
Die St. Sabinen-Kirche gehört zum Pfarramt Prenzlau im Kirchenkreis Uckermark. Pfarrämter
Nordseite und Westgiebel der St. Sabinen-Kirche in Prenzlau
Bekrönung mit Wetterfahne auf dem Turm der St. Sabinen-Kirche in Prenzlau
Blick nach Osten zum Chor in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Kanzelaltar in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Detail der Kreuzigung im Altar in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Kruzifix in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Taufe in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Blick nach Westen zur Empore in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Schuke-Orgel auf der Empore in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Bild vom Pfr. Schmidt, Pfarrer von 1720 - 1740, in der St. Sabinen-Kirche Prenzlau
Gedenktafel 1870-1871, mit den Opfern der Schlacht von Vionville (15. August 1870)
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Der Ursprung der Kirche ist durch keine schriftlichen Urkunden festgehalten. Fest steht aber: Die Kirche war das älteste Bauwerk hier am See. Diese Kirche war dem St. Sabinus geweiht, der als Bischof in Italien lebte und bei Überschwemmungen um Hilfe angerufen wurde. Die unsichere Lage am Uckersee mag wohl für die Wahl des Namens den Ausschlag gegeben haben. Der Name St. Sabinen für eine Kirche ist einmalig im gesamten deutschsprachigen Raum. Man kann den Kirchenbau um etwa 1170 ansetzen.
Etwa um 1235 bis 1240 wurde dann das Kloster gegründet, dem die bereits bestehende Kirche als Klosterkirche zugewiesen wurde. Die Klostergebäude standen südlich der Kirche am Uckersee. Das Kloster hatte Besitzrechte an mehreren Orten in der Uckermark. Die Schutzheilige war Maria Magdalena. Das Kloster bekam die Verwaltung über alle Kirchen der Stadt. 1543 wurden dem Kloster viele Rechte genommen und 1559 wurde es endgültig aufgelöst. Die Klosterkirche wurde zur evangelischen Pfarrkirche der Unterstadt, die Klostergebäude wurden landesherrrlicher bzw. städtischer Besitz.
Im Jahr 1799 musste die Kirche geschlossen werden, da der Westgiebel bei einer Überschwemmung unterspült wurde. In den Jahren 1816-1817 entstand, bis auf den Ostgiebel, die Kirche neu und ist in dieser Gestalt bis heute erhalten. Die Kirche ist ein recheckiger Saalbau. Der Fachwerkturm endet in einer geschweiften Haube. Die Kirche ruht auf alten Eichenbohlen, die noch aus der Erbauerzeit stammen und in den Moorboden eingerammt sind. Der Ostgiebel ist ein Rest der alten Klosterkirche. Teile der alten Glasfenster von 1817 sind erhalten.
Ein schöner Renaissance-Altar aus dem Jahre 1597 gehört zu den Kostbarkeiten der Kirche. Der Altar wurde 1817 zu einem Kanzelaltar umgebaut. Der barocke Taufständer aus Holz ist aus dem Jahr 1727. Er stammt aus der Marien Kirche. An Stelle der 1945 völlig zerstörten Orgel wurde 1955 eine Schuke-Orgel aufgestellt. Ebenfalls wurden 1955 die Emporen, die bis zum Altar reichten, teilweise entfernt.
An der Südseite in der Kirche sind Pastorenbilder angebracht. Auf der Nordseite befinden sich Tafeln mit den Namen aller Kriegsopfer der Kirchengemeinde St. Sabinen von 1813 - 1918. Die älteren Tafeln sollen auf Schinkelentwürfe zurückgehen.
Quellenangabe: Information zur St. Sabinen-Kirche von der Kirchengemeinde St. Sabinen.
Für die St. Sabinen-Kirche werden Führungen angeboten. Adressen für Anmeldungen und Anfragen siehe unter "Prenzlau, St. Sabinen" auf der Übersicht der offenen Kirchen.
Weitere Informationen zur St. Sabinen-Kirche Prenzlau siehe unter:
- Märkische Eiszeitstraße / Kloster der ... Sabinerinnen in Prenzlau www.eiszeitstrasse.de
Information zur Orgel, Orgel des Monats Februar 2009, siehe unter: Kulturportal Brandenburg