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Dorfkirche in Kerkow

Offene Kirche: Adressen und Öffnungszeiten beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg

Die Kirche Kerkow gehört zum Pfarramt Angermünde im Kirchenkreis Uckermark.

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Information zur evangelischen Kirche in Kerkow

Die Kirche Kerkow wurde etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts aus quaderförmig behauenem Granit erbaut. Die farbig abgesetzten Einleibungen an den Süd- und Westportalen bilden ein bescheidenes Schmuckelement in der Außenwand. Der stattliche frühgotische Feldsteinbau hat einen eingezogenen Rechteckchor und ein Westturm von der Schiffsbreite. Der Turmoberbau aus Backstein wurde 1781 errichtet. Der Turmaufsatz hatte eine hölzerne vierseitigen Laterne. Nach einem Brand durch Blitzeinschlag 1974 wurde der Turmaufsatz durch ein Zeltdach geschlossen.

Auch die Fenster der Kirche Kerkow sind micht mehr ursprünglich. Die kleinen Spitzbogenfenster wurden durch breitere Rundbogenfenster ersetzt. Ähnlich wurden auch die Fenster im Altarraum vergrößert. Die Zahl der Fenster wurde auf je 1 Fenster auf jeder Wandseite reduziert. Die farbigen Bleiglasfenster im Chor sind eine Stiftung des Kirchenpatrons von Redern.

Im Inneren der Kirche ist das Kirchenschiff und Chor durch einen spitzbogigen Triumphbogen getrennt. Im 15. Jahrhundert wurde der Chor mit einem wunderbaren Sterngewölbe versehen. Im Scheitel der Joche befinden sich zwei recht selten zu sehende Rosetten in Form eines Rades. Die Holzdecke und die freiliegenden Balken des Langhauses wurden Anfang des 20. Jahrhunderts mit reicher Ornamentik bemahlt. In der Ostwand befindet sich eine Sakramentsnische mit Tür. Diese wird von einer spägotischen Wandmalerei in Form eines Sakramentshäuschens gerahmt.

Im Chorraum befindet sich ein einzigartiger Sandsteinaltar von 1596. Er hat einen dreigeschossigen Renaissanceaufbau. In der Predella sehen wir in einem Relief die Darstellung des Abendmahls. Im Hauptfeld, im zweiten Geschoss, ist eine Kreuzigungsgruppe mit Maria, Maria Magdalena und Johannes dargestellt. Das dritte Geschoss zeigt den zum Himmel fahrenden Christus. Im abschließenden Halbbreis finden wir ein Brustbild Gottes und als Bekrönung eine Jünglingsfigur. Auf der Rückseite des Altars ist noch der Rest einer naiv gemalten Kreuzigung zu sehen.

An der Kanzel befindet sich der Pastorenstuhl. Bemerkenswert sind an ihnen die vielfarbig gestalteten Formen eines bemalten Gerüstes und die eingelegten Füllungen in Naturfarbe. An der Wand hängt ein hölzernes Wappenepitaph mit Trophäenschmuck, aus der Zeit vor 1757. Die Kessel-Taufe aus Holz ist von 1707 und trägt einen hölzernen Taufdeckel. Ihr ehemaliger Fuß wurde durch einen Holzsockel ersetzt. An der Südseite des Schiffes befindet sich noch ein Emporeneinbau und im Westen die Orgelempore. Quellenangabe: Aus den Informationen der Kirchengemeinde Kerkow und dem Pfarramt Angermünde. Quellenangabe: Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Bezirk Frankfurt/Oder, Berlin 1980.

Informationen siehe auch auf Seiten vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
- Freundeskreis der Kerkower Dorfkirche: Adressen / Kerkow
- Märkische Oderzeitung vom 06. März 2005: Engagierte Kerkower lassen ihre Kirche im Dorf
- Märkische Oderzeitung vom 26. Mai 2010: Orgel pfeift auf dem letzten Loch
- MOZ vom 07. Oktober 2010: Eindrucksvolles Porträt von Kirchen und ihren Hütern
- Märkische Oderzeitung vom 27. Oktober 2010: Betteln für die Königin (Kerkow/Schmargendorf)
- Märkische Oderzeitung vom 21. April 2013: Da war die Kirche voll

Weitere Informationen zur Kirche Kerkow siehe unter:
- Stadt Angermünde/Kerkow/Sehenswertes kerkow.angermuende.de
- Askanier-Welten / Mittelalterliche Dorfkirchen in der Mark Brandenburg Kerkow

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