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Dorfkirche in Felchow

Offene Kirche: Adressen und Öffnungszeiten beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg

Die Kirche Felchow gehört zum Pfarramt Schwedt im Kirchenkreis Uckermark.

Felchow (Gemeinde Schöneberg) auf der kommunalen Home vom: Amt Oder-Welse

Felchow auf der: Google Maps Satellitenkarte

Information zur evangelischen Kirche in Felchow

Die Kirche Felchow ist ein rechteckiger Feldsteinbau, mit eingezogenem Rechteckchor und querrechteckigem Westturm in Schifsbreite, aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Aus dem 18. Jahrhundert ist der massive quadratische Turmaufsatz. Die Turmspitze wurde 1973 durch ein Zeltdach ersetzt. Im Turm befinden sich zwei Glocken. Die Ältere von 1521, warscheinlich ein Werk vom Meister der Eberswalder Barbara-Glocke. Die zweite Glocke aus dem Jahre 1555, wurde von Joachim Mai aus Stettin gegossen.

Die Fenster wurden bis auf die mittelalterliche Dreifenstergruppe im Ostgiebel im Barock rundbogig vergrößert. Die Balkendecke im Innern der Kirche ist bemalt. Der Übergang vom Kirchenschiff zum Chor erfolgt durch ein spitzbogiges Portal. Der gemauerte Altarblock sowie figürliche Teile und Reliefs des mittelalterlichen Altaraufsatzes sind von 1595. Im dreiflügligen Schnitzaltar ist in der Predella ein Abendmahlsrelief. Im Haupteil Darstellungen von Geburt und Taufe Christi sowie Schnitzfiguren. Bekrönt wird der Altar durch einen Schwan und einen Pelikan.

Die reich geschnitzte Kanzel ist von 1630 und wurde 1969 restauriert. Die Mosesfigur mit der Tafel der Gebote, einst die Stütze der Kanzel, ist getrennt abgestellt. Von 1732 ist der Taufengel, ein qualitätsvolles Schnitzwerk von Heinrich Bernhard Hattenkerel aus Mohrin/Neumark, sowie die plastische Engelsglorie unter der Decke. (war zur Zeit der Aufnahmen wegen Sicherungsmaßnahmen der Balkendecke abgebaut). Die Brüstungen im Chor und das Gemeindegestühl sind aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Die barocke Orgelempore mit Dockenbrüstung sowie die Wagner-Orgel sind von 1745. Die Felchower Wagner-Orgel wurde von Joachim Wagner errichtet und gehört zu den kulturhistorisch wertvollen Denkmalen der Uckermark. Sie gilt als die kleine Schwester der zeitgleich etwa parallel gebauten Orgel in der ►Angermünder Marienkirche. Das 1998 letztmalig leicht gewartete Werk ist zwar spielbar, müsste jedoch nach mehreren nicht denkmalsgerechten Eingriffen in den letzten 120 Jahren einer umfassenden Restaurierung unterworfen werden. Quellenangabe: Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Bezirk Frankfurt/Oder, Berlin 1980. Quellenangabe: Flayer "Die Felchower Wagnerorgel" von der Interessengemeinschaft Wagner-Orgel Felchow.

Informationen siehe auch auf Seiten vom: Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
- Interessengemeinschaft Wagner-Orgel Felchow: Adressen / Felchow
- Dorfkirche Felchow (Uckermark): Dorfkirche des Monats November 2006
- Märkische Oderzeitung vom 15. Januar 2007: Rettungsversuch für Wagners Orgel
- Märkische Oderzeitung vom 31. Juli 2009: Klassiker retten Wagner-Orgel vor Verfall
- Märkische Oderzeitung vom 24. Februar 2012: Hoffen auf den Domino-Effekt
- Märkische Oderzeitung vom 30. Juli 2013: Zehn Jahre Anträge schreiben

Weitere Informationen zur Kirche Felchow siehe unter:
- Askanier-Welten / Mittelalterliche Dorfkirchen in der Mark Brandenburg Felchow

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